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Aktueller Hinweis

Wir sind glücklich, nach dem Corona-Look-down die Ausstellung wieder in diesem Herbst 2020 zeigen zu können. Selbstverständlich unter Berücksichtigung aller Sicherheitsmaßnahmen. Das Betreten der Volkshochschule immer nur mit Mund-Nase-Maske.

Eröffnung der Ausstellung am 29.11.20 um 18 Uhr.
Aufgrund der Situation haben nur 20 Besucher Zutritt zur Eröffnungsveranstaltung. Es zählt die Reihenfolge der verbindlichen Anmeldungen unter: Heike.Suder@vhs-mainz.de
Es gelten das Hygienekonzept der Stadt Mainz.

Ein Rahmenprogramme ist geplant, Näheres wird demächst hier oder unter www.stadtteiltreff-gonsenheim.de veröffentlichen.

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Feldpost im 2. Weltkrieg

Feldpostbriefe sind eine der häufigsten Hinterlassenschaften des Zweiten Weltkrieges in unseren Haushalten. Sie finden sich in fast überall und können Auskunft geben über die Motive und Gefühle unserer Vorfahren. Wie war es für sie fern der Heimat zu sein und in einem Krieg zu kämpfen der gerade nicht der Verteidigung ihrer Heimat diente? Welche Sorgen bedrückten sie?

Diese Internetseite zur Ausstellung will anhand einiger Beispiele einen Einblick geben, wie Soldaten aus Mainz und ihre Familie den Krieg erlebt haben. Im Fokus steht hierbei die Familie der Lina Glaser (geb. Schüler) aus Zahlbach und ihre Korrespondenz mit ihrem Mann sowie ihren Brüdern. Es kommen hier überwiegend Mannschaftssoldaten zur Wort und somit die untersten, die in der Wehrmacht zu finden waren.

In einem zweiten Erzählstrang geht es um die Familie Hoffmann, deren Sohn Karl Günther im Krieg zum Leutnant aufstieg und somit den Sprung zum Offizier schaffte. Als Abiturient und angehender Theologiestudent war Karl Günther das Schreiben eher gewohnt, was sich auch in seinem Schreibstil widerspiegelt. Aber auch er kehrte nicht aus dem Krieg zurück.

Diese Soldaten entstammten oft einfachen Berufen und waren daher oft keine geübten Schreiber, wurden es aber durch die Umstände des Krieges, wo sie oft in schwierigen Umständen Nachrichten für die Heimat schrieben. Dies merkte man auch ihren Briefen an. So finden sich einige Rechtschreibfehler und auch umgangssprachliche Wendungen, die zeigen, dass es sich bei den Schreibern um "echte Rheinhessen" handelte.

Aber auch die Schreibsituation war nicht immer einfach, da in den Unterkünften oft viele Soldaten an wenigen Tischen bei schlechtem Licht Briefe in die Heimat schrieben. Um diese Umstände zu verdeutlichen wurden diese Fehler in den Übertragungen aus der Kurrentschrift beibehalten. Im Folgenden werden zuerst einige allgemeine Informationen über Feldpost gegeben und anschließend anhand einiger Beispiele besonders typische Beispiele dieser Kommunikationsform gezeigt.

Bei unserer Vorbereitung hatten wir weit mehr Material, als wir für die Tafeln der Ausstellung verwenden konnten. Dieses haben wir hier zugänglich gemacht. Ausserdem können Sie eine PDF mit dem gesammelten Material  downloaden bzw. den Katalog unter der ISBN-Nr. 978-3-7504-9331-5 im Buchhandel bestellen.